Recherche-Stipendium geht in dritte Runde, Einreichfrist ist der 30. Juni 2026
Der Österreichische Biodiversitätsrat und das Netzwerk Klimajournalismus Österreich vergeben mit Covering Climate Now drei Stipendien in Höhe von 5.000 €. Zumindest eines der Stipendien wird an ein Team bestehend aus Journalist:innen des Globalen Nordens und des Globalen Südens vergeben. Die Folgen der Klimakrise, Klimaschutz, Anpassung oder die Folgen des Artenverlusts im Globalen Süden sind medial stark unterrepräsentiert. Dem soll entgegengewirkt werden. Weswegen die Stifter Norbert Mayr (M2plus) und Siegfried Igler (Neues Leben), Geschäftsführer der Projektpartner des Wohnquartiers MGG22, in diesem Jahr drei Stipendien finanzieren.

Gesucht sind Texte, Audio- oder Video-Beiträge (auch mehrere zusammenhängende Beiträge beziehungsweise Serien), die die Dringlichkeit der Klima- und Biodiversitätskrise sowie ihre Verbindung verdeutlichen. Die Recherche muss sich an Erkenntnissen der Wissenschaft und journalistischen Qualitätsstandards orientieren.
Einreichfrist für Rechercheideen zum Thema Klima oder Biodiversität, die die Dringlichkeit dieser Krisen verdeutlichen, ist der 30. Juni 2026.
➡️ Alle Infos zur Einreichung findet ihr hier
Weiterführende Links:
- Wohnquartier https://www.mgg22.at
- M2plus – MGG²² https://www.mgg22.at/wohnungen/m2plus/
- Neues Leben https://www.wohnen.at/
- Netzwerk Klimajournalismus Österreich https://www.klimajournalismus.at/
- Österreichischer Biodiversitätsrat www.biodiversityaustria.at/biodiversitaetsrat/
Über das Netzwerk Klimajournalismus
Das Netzwerk Klimajournalismus ist eine medienübergreifende Initiative. Ziel ist es, Journalist:innen und Medienschaffende, die sich mit Themen rund um Klima- und die ökologische Krise beschäftigen (wollen), zu vernetzen. Unsere Arbeit finanzieren wir vor allem über Spenden und Mitgliedschaften. Rund 70 Mitglieder haben wir bereits.
Über den Österreichischen Biodiversitätsrat
Der Österreichische Biodiversitätsrat ist die unabhängige Stimme für Biodiversität in Österreich und übernimmt dabei die Vertretung des Netzwerks Biodiversität Österreich (300 teilnehmende Personen und Organisationen). Der Rat besteht aus 24 Forscher:innen und Expert:innen der Bereiche Biodiversität, Ökologie, Landschaftsplanung, Naturschutz, ökologische Ökonomik, Agrarökonomie und Politikwissenschaften. Im Mittelpunkt der Arbeit des ÖBDR stehen die 5 Kernforderungen zum Schutz der Biodiversität in Österreich.
Über Covering Climate Now Die US-amerikanische Initiative Covering Climate Now unterstützt, vernetzt und schult Journalist:innen und Medienhäuser, um gründliche Klimaberichterstattung zu fördern, die Medienkonsument:innen begeistern kann. Mit hunderten Partnermedien aus mehr als 60 Ländern hilft CCNow Journalist:innen informativere und ansprechendere Berichterstattung über die Klimakrise und potentielle Lösungen zu produzieren.
Die Stipendiat:innen des Jahres 2024
Zum ersten Mal wurde 2024 das Journalismus-Stipendium zur Vermittlung inmitten des Klima- und Umweltnotstands vergeben. Gestiftet von den Projektpartnern des Wohnquartierts MGG22, wählte die Jury aus Mitgliedern des Österreichischen Biodiversitätsrats und des Netzwerk Klimajournalismus Österreich die Preisträger:innen. Die Stifter, Norbert Mayr (M2plus) und Siegfried Igler (Neues Leben) überreichten die Auszeichnung. Zusätzlich zu den zwei ausgeschriebenen Stipendien in Höhe von jeweils 5.000 Euro konnte ein Anerkennungspreis von 2.500 Euro an die Preisträgerinnen übergeben und folgende Recherchen unterstützt werden:
Marie Anna Kermer, freie Journalistin im deutschsprachigen Raum, überzeugte die Jury mit dem Vorhaben, auf der Biodiversitätskonferenz 2025 in Kolumbien die Ausgestaltung der 30×30-Ziele mitzuverfolgen und die Unterstützung beim Biodiversitätsschutz durch die Bevölkerung des artenreichen Gastgeberlands zu recherchieren. Folgende Veröffentlichungen wurden durch das Stipendium finanziert:
➡️ https://www.falter.at/zeitung/20241105/ein-zerstoererischer-ablasshandel
➡️ https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2024-10/weltnaturgipfel-cali-cop-16-vereinte-nationen-ergebnis
➡️ https://www.derstandard.de/story/3000000242035/die-hueterinnen-der-wildnis
Anna Stockhammer und Katrin Fischer von der Kleinen Zeitung in Graz punkteten mit einer gemeinsam eingereichten Rechercheidee zu den bereits direkt spürbaren Folgen des Klimawandels in der Südsteiermark, welche in den vergangenen Jahren stark von Überflutungen betroffen war. Sie konnten durch das Stipendium folgende Beiträge veröffentlichen:
➡️ https://www.falter.at/zeitung/20250729/wie-eva-schwab-gemeinden-beim-entsiegeln-hilft
➡️ https://www.wienerzeitung.at/a/ein-jahr-nach-der-flut-wenn-wir-weiter-warten-schwimm-ich-wieder-
Schließlich beurteilte die Jury die Einreichung von Lucia Steinwender als nahezu gleichwertig zu jenen der Hauptstipendiatinnen. Eine umfangreiche Recherche zum Lithiumabbau am Balkan soll die regionalen Probleme für die Biodiversität und die Bevölkerung aufwerfen. Nach Rücksprache mit den Stiftern konnte die Jury einen zusätzlichen Anerkennungspreis in Höhe von 2.500 Euro für diese Einreichung vergeben und damit folgende Beiträge unterstützen:
➡️https://oe1.orf.at/programm/20241030/773393/Mega-Bassines-Wasserwirtschaft-in-der-Klimakrise
➡️ https://oe1.orf.at/programm/20250729/801584/Schmutziges-Geschaeft-Lithiumabbau-in-Bosnien
➡️ https://www.deutschlandfunkkultur.de/schmutziges-geschaeft-lithiumabbau-auf-dem-balkan-100.html
