5vor12 Klima-Briefing

Die Klimakrise ist komplex – sie betrifft schon heute jeden Lebensbereich, jedes Ressort, jede Recherche. Doch oft fehlt im Tagesgeschäft die Zeit, sich mit den Hintergründen zu befassen.

Deshalb haben wir das 5vor12 Klima-Briefing für Journalist*innen gestartet. In den ersten beiden Staffeln haben uns bisher zehn renommierte Fachleute Einblick in ihre Forschung gegeben, darunter Stefan Rahmstorf, Claudia Kemfert, Wolfgang Blau und Sigrid Stagl. Bislang haben sich über 950 Medienschaffende für das kostenlose Angebot vom Netzwerk Klimajournalismus Deutschland und Österreich angemeldet.

Wir arbeiten gerade an einer dritten Staffel – Details folgen. Noch nicht angemeldet? Dann hier entlang:

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Briefing verpasst? Kein Problem, wir zeichnen ab sofort alle Briefings auf. Zusammen mit dem Transkript und Zusatzmaterial findest du die Audio-Aufnahme in unserem 5vor12 Dossier. Das verschicken wir nach jedem Briefing als kleines Dankeschön an alle, die uns mit einer Spende von 29 Euro oder mehr bei der Finanzierung von 5vor12 unterstützen.

🤫 Pssst: Spenden für das 5vor12 Klima-Briefing werden über das Netzwerk Klimajournalismus Deutschland e.V. abgewickelt. Dadurch kannst du die Spende von der Steuer absetzen.

Was dich in Staffel 2 erwartet

Wasserstoff: Lösung oder Bluff?

🗓️ Dienstag, 14. Mai | 11.55 – 13 Uhr | Online auf Zoom | Moderation: Annika Joeres

Mit: Claudia Kemfert, Abteilungsleiterin für Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und stellvertretende Vorsitzende des Sachverständigenrats für Umweltfragen

Manche sehen im Wasserstoff die Chance, bestehende Infrastruktur weiterhin nutzen zu können. Andere vermuten hinter jedem Wasserstoff-Versprechen eine Verzögerungstaktik der fossilen Lobby. Wie können wir das Potenzial bei Recherchen besser einordnen? Mit Claudia Kemfert schauen wir hinter Lobbynarrative und zeigen, wo Wasserstoff tatsächlich Teil der Lösung sein kann – und wo Interessen der Industrie im Vordergrund stehen.

CO2-Speicherung: Wo macht CCS tatsächlich Sinn?

🗓️ Dienstag, 21. Mai | 11.55 – 13 Uhr | Online auf Zoom | Moderation: Lukas Bayer

Mit: Sabine Fuss, Co-Leiterin des MCC-Instituts und Leiterin der Arbeitsgruppe „Nachhaltiges Ressourcenmanagement und globaler Wandel“, Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin

Ein Bericht im Auftrag der Bundesregierung betont, dass der Einsatz von Carbon Capture and Storage (CCS) „in erheblichem Maßstab“ notwendig sei, um Deutschland bis 2045 klimaneutral zu machen. Auch in Österreich wollen manche Parteien CCS erlauben. Wieso war diese CO2-Entnahmetechnologie bisher verboten? Wo entstehen erste Projekte, wer verfolgt welche Interessen – und können wir durch negative Emissionen die Klimaziele doch noch einhalten?

Haushalt, Steuern, Subventionen: Wie finanzieren wir die Klimakrise?

🗓️ Dienstag, 28. Mai | 11.55 – 13 Uhr | Online auf Zoom | Moderation: Lukas Bayer

Mit: Sigrid Stagl, Professorin für ökologische Ökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien und Gründerin und Leiterin des Institute for Ecological Economics

Durch die Klimakrise drohen uns Schäden in Billionenhöhe. Klimaschutz wäre für Volkswirtschaften weltweit um ein Vielfaches günstiger. Das zeigt eine aktuelle Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Offen bleibt, woher das Geld für Klimaschutz und Anpassung kommen soll: aus der Staatskasse, von privaten Investitionen oder eher vom EU-weiten Handel mit CO2-Zertifikaten? Von Sigrid Stagl hören wir, was uns Klimaschäden in Deutschland und Österreich bereits jetzt kosten. Mit wie viel Steuergeld finanzieren wir die Klimakrise? Und ist die Schuldenbremse noch zeitgemäß?

Unterbelichtet: Worüber berichten wir zu selten?

🗓️ Dienstag, 4. Juni | 11.55 – 13 Uhr | Online auf Zoom | Moderation: Annika Joeres

Mit: Wolfgang Blau, Co-Founder des Oxford Climate Journalism Network, und Frauke Wiese, Leiterin der interdisziplinären Nachwuchsforschungsgruppe „Energie-Suffizienz“ an der Europa-Universität Flensburg

Worüber berichten wir zu selten in Zeiten der Klimakrise – und worüber zu oft? Muss Journalismus immer der Politik folgen, oder sollten wir selbst stärker Themen setzen? Darüber diskutiert Annika Joeres mit zwei Gästen zum Abschluss von Staffel 2. Details folgen.